Was ist rationales Denken? – 10 Zeichen, dass eine Person rational ist

Die Fähigkeit, rational denken zu können, wird sowohl im Berufsleben als auch im Alltag als Stärke angesehen. Viele Leute rühmen sich mit diesem Attribut, da ihm gleichzeitig Entscheidungs- und Handlungsstärke zugeschrieben werden.

Wer im Büro den Ruf hat, logisch zu denken und zu handeln, sowie nachvollziehbare Argumentationsketten zu erarbeiten, wird nicht selten mit gewichtigen Aufgaben betraut, da man jenen Personen zumutet, stets die besten Lösungen und Ergebnisse hervorzubringen.

Doch was gehört eigentlich zum rationalen Denken? Wessen Denk- und Handlungsmuster stimmen wirklich mit der selbst ausgerufenen Rationalität überein? Heute präsentieren wir dir 10 Beispiele, an denen du erkennst, dass eine Person in deinem Umfeld wirklich rational vorgeht. Dazu sollten wir jedoch zunächst einmal klären, wie man rationales Denken überhaupt definiert.

Rationales Denken Definition:

Rationales Denken leitet sich linguistisch vom lateinischen Wort „Ratio“ ab, was auf Deutsch so viel wie „Grund“, „Berechnung“, „Erwägung“ oder „Vernunft“ bedeutet. Wer nun also rational denkt oder handelt, trifft seine Entscheidungen gut begründet und logisch fundiert um somit ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

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Hierzu gehört es auch, analytisch, berechnend, planend und abwägend vorzugehen. Einfach ausgedrückt könnte man sagen, dass dieses von Vernunft geleitete und zweckdienliche Denken wohlüberlegt und eben nicht aus der spontanen, emotionalen Intuition heraus geschieht.

Denkweisen und Handlungen, die gegen jede allgemeingültige Vernunft getroffen werden, bezeichnet man hingegen als irrational. Nachfolgend präsentieren wir dir zehn Denkweisen und Handlungsmuster, die auf Rationalität schließen lassen.

1. Sie erreichen schneller ihre Ziele als andere

Dadurch, dass rationale Menschen eine zielgerichtete und strukturierte Vorgehensweise verinnerlicht haben, erreichen sie auch schneller ihre Ziele als andere. Der Hintergrund ist, dass sie genau wissen, was sie tun müssen und wo sie die notwendigen Informationen beschaffen können, um ihren beruflichen oder privaten Plan in die Tat umzusetzen.

2. Beschlüsse werden nicht überhastet getroffen

Ein typisches Merkmal einer irrational getroffenen Entscheidung, ist die kurze Bedenkzeit. Anstatt vernunftgesteuert und in Ruhe zu überlegen, wird meist der ersten Eingebung vertraut und diese zeitnah in die Tat umgesetzt. Für Menschen, die rational denken, kommen solche Handlungsmuster hingegen nicht in Frage. Bevor eine, mitunter wichtige Entscheidung getroffen wird, wird sich Zeit gelassen. Tragweite, Alternativen und Konsequenzen wollen von rationalen Menschen stets gründlich bedacht werden, bevor sie sich schließlich auf eine Option festlegen.

3. Recherche-Füchse

Eine vernünftige Denkweise zu haben bedeutet nicht, aus dem Stegreif die Antwort auf jede Frage zu kennen. Vielmehr bedeutet es, zu wissen wo man suchen muss. Deshalb sind rationale Menschen nicht selten wahre Recherche-Experten. Mit ihrer prägnanten, zielgerichteten Informationssuche finden sie genau die richtigen Fakten zu unbekannten Themengebieten und schaffen es auch hier, anschließend mehr als zufriedenstellende Resultate zu präsentieren.

4. Struktur ist Trumpf

Wer mit Vernunft an die Bewältigung einer Aufgabe herangeht, tut dies niemals ohne zuvor die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Für die Planung und Durchführung eines Vorhabens ist ein logisch fundiertes Konzept Pflicht. Menschen, die rational denken und handeln befassen sich schon im Vorfeld mit etwaigen Problemen, deren Lösungen, realistischen Zeitfenstern und der strukturierten Abfolge ihrer Arbeitsschritte. Dass sie einfach „drauf los“ arbeiten, wirst du bei ihnen nicht beobachten können.

5. Das Abwägen der Konsequenzen

Für vernunftgesteurte Personen ist es typisch, dass sie sich im Vorfeld einer Entscheidung intensiv mit den möglich Vor- und Nachteilen selbiger auseinandersetzen. Positive Konsequenzen werden den negativen gegenübergestellt, so dass am Ende eine Wahl getroffen werden kann, welche die größtmöglichen Erfolgschancen mit sich bringt. Sie haben stets ein Auge für mögliche Risiken, vergessen dabei aber auch nicht die gewinnbringenden Chancen, die eine Entscheidung beinhaltet.

6. Das Erforschen von Gründen

Wie bereits erwähnt, stehen bei der Rationalität nachvollziehbare Gründe und die sich daraus ergebenden Kausalitäten an höchster Stelle. Wenn rationale Menschen mit Aufgaben betraut werden, deren Vorgaben, Informationen und Faktenlage als gesetzt gegeben sind, fällt es ihnen schwer, diese nicht weiter zu ergründen. Sie sind darauf erpicht, jegliche Zusammenhänge selbstständig nachzuvollziehen, damit sie einen Sinn aus den Gegebenheiten erschließen können. Das Verstehen wird hier höher eingestuft, als das reine Erledigen eines Auftrages.

7. Vernunft schlägt Emotionen

Vielen Menschen in unserer Gesellschaft fällt es schwer, bei der Entscheidungsfindung die eigenen, subjektiven Emotionen auszublenden. Getroffene Beschlüsse werden dadurch aber von diesen Gefühlen verzerrt und man folgt nicht mehr dem, was objektiv am meisten Sinn ergibt. Auch rationale Personen sind nicht frei von diesen Emotionen – kennen aber Wege, mit ihnen umzugehen. Sie erkennen situativ, welche Gefühle ihnen gerade einen Streich spielen wollen und lenken ihre Gedanken zurück zur Rationalität, damit eine objektive Entscheidung getroffen werden kann.

8. Kein schwelgen in der Vergangenheit

Wer sehr stark von seinen Emotionen gelenkt wird neigt dazu, mit seinen Gedanken in der Vergangenheit zu verharren. Oft sind es Situationen denen nachgetrauert wird, da vor geraumer Zeit eine falsche Entscheidung getroffen wurde. Oder aber man hat das Gefühl, dass früher alles besser war und sehnt sich diese glücklicheren Tage zurück. Ein von Rationalität geprägter Mensch erkennt indes, dass solche Gedankengänge keinen Sinn ergeben. Was einmal geschehen ist, lässt sich nachträglich nicht mehr ändern. Stattdessen denken rationale Personen zukunftsorientiert und beschäftigen sich damit, welche Ziele sie in der nächsten Zeit erreichen möchten.

9. Pläne werden in die Tat umgesetzt

Wir befinden uns gerade wieder einmal kurz vor dem Jahreswechsel. Neujahr ist typischerweise der Stichtag, an dem große Pläne geschmiedet werden. Egal ob es der Vorsatz ist, mehr Sport zu machen oder Geld zu sparen, es wird fast schon feierlich geschworen, sich dieses Mal sklavisch an die eigenen Vorgaben zu halten. Anfang Februar sind solche Pläne dann meist schon wieder verpufft. Nicht allerdings bei rationalen Menschen. Sie sind es gewohnt, konkrete Pläne zu erarbeiten und diese zu verwirklichen. Aus diesem erfolgreichen Erfahrungsschatz schöpfend, werden sie auch disziplinierter und ausdauernder vorgehen als andere, da sie die süßen Früchte einer langersehnten Zielverwirklichung bereits genau kennen.

10. Rationalität als Hobby

Rationalität kann durchaus als Charakterzug angesehen werden, der sich in allen Facetten des Lebens niederschlägt, dazu gehört natürlich auch der private Bereich. So lässt sich häufig beobachten, dass sich rationale Menschen auch abseits des Berufes gerne mit Dingen beschäftigen, die eine gewisse Komplexität mit sich bringen. Als Beispiel wäre hier das Schachspiel anzuführen, welches nur mit einer strategischen Planung und einem ausgeklügelten Konzept gewonnen werden kann und deshalb viele rational denkende Personen in seinen Bann zieht.

Wir hoffen, dass euch unser Artikel gefallen hat. Bis bald!